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Mehr Qualität statt Quantität in der Gesundheitspolitik - Das Reformkonzept des Bündnisses liegt vor!

Am 22. und 23. Oktober 2018 haben die Medien zum ersten Mal über das vom Bündnis erarbeitete Reformkonzept berichtet. 
Dies ist das erste Mal, dass eine derart grosse Anzahl an Akteuren aus allen Branchen des schweizerischen Gesundheitswesens nicht bloss gegen unerwünschte Massnahmen aus Bundesbern wettert, sondern gemeinsam einen Reformvorschlag vorlegt. Und es ist das erste Mal, dass ein strukturiertes Reformkonzept erarbeitet wurde, welches auf den Stärken des KVGs aufbaut und alle relevanten Schwachpunkte des Systems eliminiert.
Das Konzept besteht aus fünf Handlungsfeldern, denen Themen zugeordnet sind und diesen wiederum Massnahmen. Dabei sind einige Themen aus dem Bericht einer 14-köpfige Expertengruppe zur Erzielung von Einsparungen im Gesundheitswesen vom 24. August 2017 übernommen worden. 
Das Bündnis hat die insgesamt 140 laufenden und geplanten Reformmassnahmen der Strategie „Gesundheit2020“ und der Expertengruppe „Kostendämpfung“ aus dem Herbst 2017 analysiert. Das Fazit: Allein die Anzahl der Massnahmen ist beängstigend, Wirkungen und Nebenwirkungen werden kaum auf einzelne Massnahmen zurückzuführen sein, es fehlt an Struktur und Koheränz – stattdesessen sind zahlreiche Widersprüche der vorgeschlagenen Massnahmen zueinander festzustellen.  Es fehlen messbare Ziele und eine schlanke Strategie dahinter.
Der Bundesrat hat nun am 15. September 2018 ein erstes Paket dieser Massnahmen in die Vernehmlassung geschickt. Das Risiko ist gross, dass dieses Massnahmenpaket wie bereits das Sparpaket Couchepin im Jahr 2009 im Parlament abgelehnt wird.
Deshalb will das Bündnis mit seinem Konzeptvorschlag eine strukturierte und durchdachte Alternative zu den laufenden Revisionsbemühungen in den politischen Prozess einbringen. Details werden in den nächsten Wochen kommuniziert.  Zur Medienmitteilung

Die ersten Medienreaktionen finden Sie auf www.freiheitlichesgesundheitswesen.ch 

Es braucht endlich die richtigen Reformen

Die Gesundheitskosten und die Krankenkassenprämien steigen auch im Jahr 2019 weiter. Die richtigen Reformen sind aber noch in weiter Ferne. Ein Teil des Prämienanstiegs hat mit der medizinischen Innovation zu tun und mit der demographischen Entwicklung, das heisst, dass wir bei guter Gesundheit älter werden als früher. Das ist soweit akzeptabel. Abzulehnen sind aber Mehrkosten, die mit Ineffizienz im System, falschen Anreizen und Mengenausweitungen (Überangeboten) zu tun haben. Dagegen muss nun endlich etwas getan werden.
Der Bundesrat hat im Oktober 2017 den Bericht einer Expertengruppe mit 38 Massnahmen vorgeschlagen. Ein Teil davon ist brauchbar, vieles aber auch nicht. Leider bilden die brauchbaren Massnahmen kein zusammenpassendes Reformkonzept, die Massnahmen widersprechen sich sogar teilweise. In Fachkreisen spricht man deshalb von „Pflästerlipolitik“ und „Flickenteppich“   
Ein solcher Reformversuch mit Einzelmassnahmen ist bereits im Jahr 2009 gescheitert. 

Lesen Sie hierzu Viele Pflaster, aber kein wirksames Rezept im Gesundheitswesen - Gastbeitrag von Andreas Faller in der Basler Basler Zeitung vom 5. April 2018.